Über diesen Ort

Der Jerusalemer Archäologiepark – das Davidson-Zentrum befindet sich in der Nähe des Dungtores in der Altstadt Jerusalems, neben dem Tempelberg und der Klagemauer. Das Gelände umfasst den südlichen Teil der Klagemauer und die südlichen Stützwände des Tempelberges sowie die Ausgrabungen, die in der Nähe stattfanden. 

In dem Parkt gibt es archäologische Fundstücke zu sehen, die dort gefunden wurden und zudem einen Ausstellungsbereich, der die Geschichte durch Multimediainstallationen zum Leben erweckt. Die archäologischen Funde sind aus einer Zeitspanne von 5000 Jahren: von der Bronzezeit (Kanaaniten) bis zur Zeit des Herodianischen Tempels. Die ältesten Funde sind aus der Zeit der Herrschaft König Solomons im 10. Jahrhundert BC. Die interessantesten Ausstellungsstücke sind aus der Zeit des Herodianischen Tempels, als Juden sich dort versammelten, um den heiligen Tempel zu betreten. Dort reinigten sie sich mit dem rituellen Bad, kauften ein Angebot für den Tempel und gingen die massiven Stufen hinauf zum Huldator, welches zum Tempelberg führte, auf dem der Herodianische Tempel stand. Heute steht dort der Felsendom. 


Der Tempelberg

Die Römer zerstörten 70AD den heiligen Tempel auf dem Tempelberg, indem sie die massiven Steinblöcke, welche als Wände des Tempels fungierten, herunterrissen. Viele der ehemaligen Wände des Tempels, die es noch gibt, können im Archäologiepark besichtigt werden. In der byzantinischen Ära nach der Zerstörung des Tempels wurden hauptsächlich christliche Gebäude auf dem Berg errichtet. Im 7. Jahrhundert eroberten die Muslime Jerusalem und bauten die Al-Aqsa Moschee (705AD) und den Felsendom (691AD) auf dem Tempelberg. 


Sehenswürdigkeiten im Archäologiepark Davidson-Zentrum

Herodianische Straße – Dort, wo die südliche Mauer des Tempelberges auf die Klagemauer trifft, befindet sich eine breite herodianische Straße, die mehr als 2000 Jahre alt ist. Während der herodianischen Zeit war dies Jerusalems Hauptstraße. 

Robinsons Bogen – Im 19. Jahrhundert bemerkte der Archäologe Edward Robinson, dass die Überreste eines Bogens über der südlichen Mauer hervorstanden. Dieser Bogen, auch Robinsons Bogen genannt, ist das einzige Überbleibsel eines großen Komplexes und eines Bogens, der sich von der herodianischen Straße bis zum Tempelberg spannte. 

Tempelstufen – Nahe der südlichen Mauer gibt es noch Teile der ursprünglichen breiten Treppe, die hinauf zum Tempelberg führte. Wie es schon Pilger seit 2000 Jahren tun, können auch Sie diese Stufen hinaufgehen. 

Huldah-Tor – In der südlichen Mauer können Sie sehen, dass die drei Huldahtore versiegelt wurden. Am westlichen Teil der Mauer gibt es ähnliche Tore. Die Tore an der südlichen Seite wurden dazu benutzt, den Tempelberg zu betreten, jene an der westlichen Seite, um den Tempelberg zu verlassen und hinab zu gehen. 

Auch aus späteren Epochen wurden Artefakte und archäologische Funde entdeckt, wie Goldmünzen aus der byzantinischen Zeit und die Überreste eines Umayyad-Palastes aus der muslimischen Zeit. Einer dieser Paläste hatte eine Brücke, die direkt zur Al-Aqsa Moschee führte, sodass der Sultan direkten Zugang zu dieser hatte. Die Gebäude aus der muslimischen Zeit wurden bei einem Erdbeben 749 zerstört. 


Ausstellungen im Davidson-Zentrum

Zusätzlich zu den archäologischen Fundstätten unter freiem Himmel gibt es im Davidson-Zentrum auch ein Museum, welches sich in einem ehemaligen Lagerraum eines Umayyad-Palastes befindet. Der antike Palast wurde durch Glas- und Metalldesign zu einem Museum umfunktioniert. Dort werden Artefakte ausgestellt und es gibt Illustrationen sowie animierte Mediendarstellungen, die sie mit in die Geschichte nehmen. Das 3D-Modell Jerusalems zur Zeit des Herodianischen Tempels lässt Besucher in die Geschichte eintauchen und mit den zahlreichen Pilgern mitgehen, welche die Reise zum Tempelberg antraten.

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