Der Raum des letzten Abendmahls

Über diesen Ort

Der Raum des letzten Abendmahls (Höherer Raum, Coenculum, Cenacle) ist der Ort, wo Jesus mit seinen Jüngern das letzte Mahl einnahm. Dieses Ereignis fand im zweiten Stock eines Gebäudes auf dem Zionsberg in Jerusalem statt. Das Gebäude, welches heute als Cencale bekannt ist, wurde in der Ära der Kreuzfahrer erbaut. Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass dort auch schon zu Lebzeiten Jesu Häuser standen. Im Erdgeschoss unter dem Raum befindet sich das Grab von König David. 


Der Raum des letzten Abendmahls in der Bibel

In der Bibel steht, wie Jesus und seine Jünger am Abend seiner Verhaftung in diesem Raum das Mahl für Passah einnahmen. Im Neuen Testament werden weitere Ereignisse beschrieben, die im Cencale stattfanden, beispielsweise wie Jesus den Jüngern die Füße wusch oder seine Erscheinung nach der Auferstehung. Ebenso fand dort das Ereignis, als der Heilige Geist an Pfingsten zu den Jüngern kam statt, das als Geburtsstunde der christlichen Kirche gilt.


Geschichte des Raums des letzten Abendmahls

Archäologen fanden unter dem Grab von König David die Reste eines byzantinischen Gebäudes, welches im 7. Jahrhundert von den Persern zerstört wurde. Im 12. Jahrhundert erbauten die Kreuzfahrer dann dieses Gebäude. 1187 verließen diese Jerusalem und die Franziskaner wurden die neuen Schutzherren des Cenacle. Die Osmanen kamen im 16. Jahrhundert und wandelten den Raum in eine Moschee um. Heute ist das Erdgeschoss mit dem Grabe Davids für Juden und der Raum des letzten Abendmahls für Christen heilig. 


Ein Besuch im Raum des letzten Abendmahls

Der rechteckige Raum hat eine Decke mit einem Kreuzrippengewölbe, gestützt von freistehenden schlanken Marmorsäulen. Die einzigartigen Säulen sind aus dem 12. Jahrhundert und im gotischen Stil gehalten. Eine dargestellte Szene zeigt einen Vogel mit zwei jüngeren Vögeln, die ihrer Mutter das Herz auspicken. Dies symbolisiert Opferbereitschaft und Wohltätigkeit. Eine arabische Inschrift von 1524 n. Chr. beschreibt, wie der Sultan Süleyman die Kirche in eine Moschee verwandelte. Aus derselben Ära gibt es noch ein Fenster mit arabischen Koranversen, eine Mihrab (Gebetsnische) und eine Treppe zum Minarett. Eine weitere Treppe (die nicht mehr genutzt wird) führt hinunter zum Grab Davids und hat eine kleine Kuppel mit Marmorsäulen.

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