Über diesen Ort

Die Bergkette der Golanhöhen bildet eine natürliche Grenze zwischen Israel und Syrien. Die Berge wechselten in der moderneren Geschichte mehrmals die Seiten. Heute gibt es dort Wald, üppige Vegetation, Weideland, Weingüter, heiße Quellen, archäologische Stätten und ruhige Dörfer. Eine ungewöhnliche Attraktion sind die ehemaligen syrischen Befestigungsanlagen, die erhalten geblieben sind, seit sie 1967 von den Syrern verlassen wurden. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick hinunter nach Syrien und zurück nach Galiläa. 


Die Geschichte der syrischen Befestigungsanlagen auf den Golanhöhen

1946 wurde Syrien von Frankreich unabhängig und 1948 zogen sich die Briten aus Palästina zurück, was zur Gründung Israels führte. Syrien drang 1948 in gleichzeitigen Attacken mit sechs anderen benachbarten arabischen Staaten in die Golanhöhen ein. Sie errichteten dort Befestigungsanlagen in einer militärischen Zone. Zu diesen gehörten militärische Lager, Bunker und Einrichtungen für militärisches Personal. Von dem Aussichtspunkt über das Jordantal und das Hulatal in Israel hatten die Syrer einen strategischen Vorteil gegenüber Israel und stellten so eine konstante Bedrohung dar. Regelmäßig kam es zu Gefechten, israelische Dörfer wurden bombardiert und 1965 versuchten die Syrer sogar, den Jordan umzuleiten, sodass er nicht weiter nach Israel fließen würde. 1967 gab es eine erneute Attacke von Syrien, Ägypten und Jordanien gegen Israel. Der Sechstagekrieg endete damit, dass die Israelis die arabischen Truppen hinter ihre Grenzen zurückdrängten. Die Israelis übernahmen auch die Golanhöhen und die Syrer zogen sich nach Syrien zurück und ließen die Befestigungsanlage, Dörfer und Bunker zurück. Nach einer erneuten Attacke 1973 wurde ein Abkommen gegen weitere Angriffe geschlossen. An der Grenze zwischen Israel und Syrien entstand eine demilitarisierte Zone, die von den UN überwacht und verwaltet wird. Dieser besondere Status der Golanhöhen wurde bis heute beibehalten. Auf der israelischen Seite haben sich die Golanhöhen zu einem ertragreichen Farmland und einem beliebten Ziel für Touristen entwickelt. Die Faszination gegenüber unseren syrischen Nachbarn hat nicht nachgelassen – so nah und doch so fern! Heute erkunden Touristen die Überreste der Festungsanlagen, die 1967 von den Syrern zurückgelassen wurden. 

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