Das talmudische Dorf Katzrin

Über diesen Ort

Katzrin (auch Qatzrin) ist eine kleine israelische Stadt in den Golanhöhen. Im Süden blickt Katzrin herunter auf den See Genezareth und im Norden ist Israels höchster Berg, „Hermon“ zu sehen. Katzrin ist bekannt für seine archäologischen Überreste, die belegen, dass die Siedlung bereits in der mittleren Bronzezeit besiedelt war.  Die bedeutendsten archäologischen Funde stammen aus dem 3. bis 8. Jahrhundert, als Katzrin ein blühendes jüdisches Dorf mit einer schönen Synagoge war. Das Dorf hat vermutlich hier existiert, bis es Mitte des 8. Jahrhunderts durch ein Erdbeben zerstört, von den Juden verlassen und von islamischen Mamluken, die auf den Überresten der Synagoge eine Moschee errichteten, wieder begesiedelt wurde. In den 1970er Jahren begannen die Ausgrabungen und das talmudische Dorf Katzrin wurde offengelegt und rekonstruiert.


Das talmudische Dorf Katzrin

Die Talmud-Ära ist die Periode im 4. Jahrhundert, als der Talmud, die mündliche Torah des jüdischen Rechts, von Weisen geschrieben wurde. Zu dieser Zeit existierte das jüdische Dorf Katzrin. Heute können Besucher durch das rekonstruierte Dorf spazieren gehen, welches aus ausgegrabenen Überresten entstanden ist. Sie können dort sehen wie das Alltagsleben eines jüdischen Dorfes des 4. Jahrhunderts gewesen war, es gibt dort restaurierte alte Olivenpressen, eine Weinpresse und Nachbildungen typischer Haushaltsgegenstände zu sehen. Das Dorf wird von verkleideten Führern zum Leben erweckt. Im Dorf können Aktivitäten wie Olivenpressen, Weinherstellung, Mahlen von Weizen, Brotbacken und Töpfern organisiert werden.


Die alte Synagoge

Die Überreste der alten Katzrin-Synagoge, gebaut im 6. Jahrhundert, stehen auf den Überresten einer früheren Synagoge aus dem 4. bis 5. Jahrhundert. Sie können einen Teil des ursprünglichen Mosaikbodens sehen und es sind immer noch zwei Reihen von Säulen erhalten.  Das Gebäude hatte zwei Geschosse und ein Dach. Sie können die Überreste der Bima sehen (die steinerne Plattform, auf der die Torah-Arche gestanden hatte). Ursprünglich wurden die Wände der Synagoge verputzt und mit weißer Farbe gestrichen und dann mit schönen roten geometrischen Mustern verziert. Sie können die ursprünglichen Steinbänke an der Wand sehen, auf denen Kirchgänger gesessen hätten.

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