Der Berg der Seligpreisungen

Über diesen Ort

Der Berg der Seligpreisungen (auch Eremons genannt) ist ein kleiner Berg im Norden Israels in Galiläa in der Nähe der Stadt Tabgha am Ufer des Sees Genezareth. Der Berg liegt zwischen Kafarnaum und Tabgha und überblickt die Felder von Genezareth. Nicht weit vom Berg entfernt befindet sich die Sämann Bucht, in der Christus angeblich das Gleichnis vom Sämann erzählt hat (Markus 4:1-9). Es wird angenommen, dass der Berg der Ort ist, an dem Jesus die Bergpredigt hielt. 


Die Bergpredigt

Matthäus 5:3-11 und Lukas 6 berichten, wie Jesus zu seinen versammelten Anhängern sprach und seine Predigt mit den acht Seligpreisungen (aus dem lateinischen Wort für Segen) anfing „Selig sind die Armen/ die Trauernden/ die Sanften/ diejenigen, die nach Gerechtigkeit hungern und dursten/ die Barmherzigen/ die mit reinem Herzen/ die Friedensstifter/ diejenigen, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden. Der Berg hätte genügend Platz für die Anhänger geboten, und die stufenweise Steigung bildet ein perfektes natürliches Amphitheater, in dem Jesus seine Predigt hätte halten können. 


Berg der Seligpreisungen als Ort der Bergpredigt

Der Berg der Seligpreisungen ist der traditionelle Ort der Bergpredigt, eine der wichtigsten Orte der neutestamentlichen Bibel. Obwohl der Berg in der Bibel nicht ausdrücklich genannt wurde, wurde er als Ort der Predigt verehrt, seit frühchristliche Pilger im 4. Jahrhundert n. Chr. den Berg besuchten und darüber schrieben. Die Überreste einer Kirche aus dem 4. Jahrhundert und ihrer Zisterne sind noch zu sehen, ebenso wie die Überreste eines frühen Klosters auf dem Berg. Der Berg der Seligpreisungen entspricht auch den geographischen Beschreibungen in der Bibel, als Jesus während seiner Dienstjahre in Galiläa lebte. Der Berg befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe des Ortes, an dem Jesus das Wunder der Vermehrung der Brote und Fische vollbracht haben soll. Er versorgte 5000 Anhänger mit ausreichend Nahrung mit nur fünf Broten und zwei Fischen. Der Berg der Seligpreisungen ist ein beliebter christlicher Wallfahrtsort. Im Jahr 1964 besuchte Papst Paul VI. die Stätte, sein Umhang hing noch immer in der Kirche, als Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 auf der Stätte seine Messe hielt. Auf dem Jesuspfad, der die Schritte Jesu nachzeichnet und durch die Dörfer und Orte führt, die er während seines Dienstes in Galiläa besucht hatte, befindet sich auch der Berg der Seligpreisungen.


Die Kirche auf dem Berg der Seligpreisungen 

Die römisch-katholische Franziskanerkirche wurde von A. Barluzzi entworfen und 1938 im byzantinischen Stil erbaut. Die Kirche wurde teilweise von Mussolini finanziert und für franziskanische Nonnen gebaut. Sie hat eine achteckige Form, die die acht Seligpreisungen darstellt. Die sieben Tugenden sind im Mosaik dargestellt, welches den Altar umgibt. Die innere Kuppel ist besonders schön mit Goldmosaiken, aber die meisten bewundern die idyllische Umgebung und die atemberaubende Aussicht vom Berg. Die Kirchenfassade hat ästhetische Bögen, die von Säulen getragen werden und die die Kreuzgänge überdachen, und auf all dem thront die zentrale Kuppel. Die Kirche ist von ruhigen Gärten umgeben, im weitläufigen Innenhof vor der Kirche befindet sich ein Mosaikboden, der 1984 vom italienischen Künstler Vasco Nasorri geschaffen wurde. Das Mosaik zeigt Gerechtigkeit, Besonnenheit, Tapferkeit, Nächstenliebe, Glaube und Mäßigkeit. 

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