Über diesen Ort

Die judäische Wüste ist eine verwilderte Landschaft, die sich von den judäischen Bergen auf 1000m über dem Meeresspiegel im Westen bis zum Toten Meer auf 400m unter dem Meeresspiegel im Osten erstreckt. Im Süden trifft sie auf die Negev Wüste. Die Wüste ist geprägt von karger Wildnis, Bergen, Terrassen und Abhängen, nicht von geschwungenen Sanddünen. Die letzten Felshänge führen direkt zum Toten Meer und zum Jordantal. Mehrere Täler (Wadis) durchziehen die Wüste, tiefe Schluchten ziehen sich durch die Felsen. Dennoch gibt es auch Oasen und Flüsse. 

Obwohl es sich um eine karge Landschaft handelt, haben Siedler die Wüste in Arad, Jericho und Ma'ale Adumim zum Blühen gebracht. Nicht nur in der heutigen Zeit machen sich Menschen die Wüste zum Zuhause. Archäologische Funde zeigen, dass die judäische Wüste auch schon im Chalcolithicum (3500 v. Chr.) bewohnt war. Während des Bar Kochba Aufstandes 132 n. Chr. rebellierten die judäischen Juden in der Wüste gegen die Römer. 


Die Klöster in der Wüste

Die wilde Schönheit der Wüste und die friedliche Umgebung weit ab von der Zivilisation verschafften den byzantinischen Mönchen im 5. und 6. Jahrhundert Abgeschiedenheit. Es gab bis zu 65 Kloster in der Wüste, deren Ruinen auch heute noch zu sehen sind. Das 483 n. Chr. gebaute Mar Saba Kloster war das größte in der judäischen Wüste. Viele der Klöster wurden 1834 bei einem Erdbeben zerstört. Sogar in der Bibel wird die judäische Wüste als Rückzugsort genannt. 


Die judäische Wüste in der Bibel

Im Alten Testament dient die Wüste dank ihrer abgelegenen und schwer erreichbaren Lage als Rückzugsort für David während seiner Flucht vor Saul, als sein Sohn Absalom gegen ihn rebellierte (Psalm 63:1). Zudem können wir im Alten Testament über die sechs biblischen Städte in der judäischen Wüste lesen, unter anderem Ein Gedi und die Stadt des Salzes. Im Neuen Testament erfahren wir, wie Jesus 40 Tage und 40 Nächte durch die Wüste zog. In der judäischen Wüste auf dem Berg der Versuchung versuchte der Teufel, Jesus von Gott zu entfernen. Die Wüstenstadt Jericho kommt mehrmals im Alten und Neuen Testament vor. 


Die judäische Wüste besuchen

Besucher fahren für Jeep-Exkursionen, zum Wandern oder wegen der einzigartigen Flora und Fauna in die judäische Wüste. Im Frühjahr wachsen Gräser und Wildblumen in der Wüste. Zudem sind dort Extremsportarten wie Klettern sehr beliebt. Es gibt einige Orte, die man besuchen kann, am sehenswertesten ist allerdings die Wüstenlandschaft selbst.


Masada

Masada befindet sich am östlichen Ende der judäischen Wüste und verschmilzt mit der Negev Wüste. Der hohe Felsen hat ein flaches Plateau, auf dem König Herodes 37 v. Chr. seine Festung erbaute. Die Überreste des Festungskomplexes können nach einer Fahrt mit der Gondel hinauf, besichtigt werden. Von oben haben Besucher eine atemberaubende Aussicht auf das Tote Meer. Masadas Platz in der Geschichte endete jedoch nicht mit Herodes. Etwa 100 Jahre später wurde die Festung zum Schauplatz eines Patts zwischen den Römern und den Juden im Ersten Römisch-jüdischen Krieg. Eine Gruppe jüdischer Rebellen suchte in Masada Schutz. Nach einer langen Belagerung erreichten die Römer schließlich das Plateau. Sie stellten fest, dass die Juden Suizid begangen hatten, um nicht von den Römern gefangen genommen, ermordet oder versklavt zu werden. 


Ortschaften in der judäischen Wüste

Arad ist eine kleine israelische Stadt, nicht weit vom Toten Meer entfernt. Für Besucher ist es vor allem als Basis für Ausflüge in die Region oder für seinen wöchentlichen Markt bekannt. Ma'ale Adumim ist eine israelische Stadt in der Westbank und wird nicht oft von Touristen besucht. 


Qumran

Die Schriftrollen von Qumran wurden nahe Qumran entdeckt, einer antiken Siedlung in der Wüste. Besucher können die archäologischen Überreste sowie die Höhlen sehen, in denen die Schriftrollen entdeckt wurden. Heute werden die kostbaren Rollen im Schrein des Buches in Jerusalem aufbewahrt. 


Qasr al-Yehud

Die judäische Wüste reicht bis zum Jordan, 10km östlich von Jericho, wo Sie Qasr al-Yehud besuchen können. Diese Taufstelle ist als Stelle bekannt, wo Johannes Jesus taufte. 


Jericho

Die antike Stadt Jericho befindet sich rund 10km nördlich vom Toten Meer im palästinensischen Gebiet der Westbank. Die Stadt wird in der Bibel erwähnt und archäologische Funde beweisen, dass es schon 9000 v. Chr. dort mehrere Siedlungen gab. 


Der Berg der Versuchung

Der Berg der Versuchung befindet sich über Jericho. Besucher können mit einer Seilbahn hinauffahren und sehen, wo Jesus von dem Teufel in Versuchung geführt wurde. Heute werden Besucher auch im Kloster der Versuchung am Hang des Berges begrüßt.


St. Georgskloster

Das Kloster wurde so gebaut, dass es an einer fast senkrechten Klippe hängt. Die blassen Steinwände vermischen sich mit der Farbe der Felsen und die Gebäude haben helle blaue Kuppeln. Von dem Kloster aus schaut man über Wadi Qelt. 


Ein Gedi

Ein Gedi ist ein Kibbuz nahe des Toten Meeres und zugleich ein Naturreservat mit Wanderwegen entlang der Flüsse der Wüste und der reichen Vegetation, die Sie nicht in einer Wüste erwarten würden. Ein anderes Naturreservat in der Wüste ist Einot Tzukim. 

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